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Kieferorthopädie - Wenn im Milchgebiss was schief geht
Babys Zähnchen weiß wie Milch
Zum Zeitpunkt der Geburt sind sie zwar noch nicht zu sehen, aber sie sind schon seit der Schwangerschaft angelegt, die Milchzähne - und selbst die bleibenden -sind bereits zum Zeitpunkt der Geburt mineralisiert. Ihren Namen haben die ersten Zähnchen übrigens von ihrer Farbe: Sie sind weiß wie Milch. Während ihres kurzen Zahn-Lebens übernehmen sie langfristig wirkende Aufgaben
für richtiges Abbeißen und Kauen
für die Sprachlautbildung und sie sind
Platzhalter für die bleibenden Zähne.
Deshalb müssen sie auch vom ersten Tag an genauso gepflegt werden, wie später die bleibenden Zähne. Denn die Milchzähne sind teilweise bis zum11.Lebensalter im Mund, obwohl der Zahnwechsel bereits mit etwa sechs Jahren beginnt.

Achtung - Ausnahme: Hinter dem letzten Milchzahn kommt der 6-Jahr-Molar (Durchbruch ab dem 5-6 Lebensjahr), ohne das für ihn ein Milchzahn ausfällt.
Wenn Milchzähne Karies bekommen...
...müssen auch die bleibenden leiden: Der nachwachsende 6-Jahr-Molar schiebt die kariösen Zähne nach vorn - der Platz für die bleibenden Zähne gehen verloren. Noch schlimmer wird es, wenn ein Milchbackenzahn vor dem fünften Lebensjahr Karies hat und entfernt werden muß. Dann hat nämlich der darunter liegende Zahn oder vEckzahn überhaupt keinen Platz mehr. Die bleibenden Zähne wachsen völlig schief, und sie stehen Außerhalb der normalen, schönen Zahnreihe.

Kieferorthopädische Behandlung vorprogrammiert: Sie dauert lange und belastet nicht nur das Kind, sondern auch das eigene Portemonnaie. Ein frühzeitig eingesetzter "Lückenhalter" kann bei z frühem Milchzahnverlust Schlimmeres verhindern.

Karies - Prophylaxe im Milchgebiß hilft Zahnstellungsanomalien zu verhindern. (Dauernuckeln ist out)
Nuckelflaschen erzeugen:
Karies und Zahnverlust.
Kieferanomalien
besonders "offene Bisse"
Nach dem ersten Lebensjahr sind fast alle Milchzähne da. Es ist der richtige Zeitpunkt um der Babyflasche Addieu zu sagen ! Denn jetzt löst der natürliche Kaureflex den ursrünglichen Lutsch- und Saugetrieb ab. Damit kann auch die Umstellung von flüssiger auf feste Nahrung erfolgen. Getränke aus einer Schnabbeltasse oder - wie die "Großen" - aus dem Becher, das ist aufregend neu und macht Spass.

Nuckelflaschen dagegen sind "alte Hüte", überflüssig und sie schaden den Zähnen gleich doppelt. Der Inhalt der Nuckelflasche macht Karies weil die Zähnchen stundenlang in meist süßen Getränken oder Fruchtsäften "gebadet" werden. Jeder Fremdkörper, der Stundenlang zwischen den Zähnen liegt, verbiegt die Zahnreihe.
Lückenhalter ersetzen und schützen
Für die Kids bedeuten verloren gegangene Schneidezähne keineswegs eine "niedliche" Zahnlücke, sondern fast immer Streß: Sie werden gehänselt, können nicht abbeißen und fühlen sich einfach "doof". Leider gehen Milchfrontzähne nicht nur durch Karies, sondern häufig auch durch Unfälle verloren. Ob beim Spielen, beim Sport beim Roller-, Schlitten-, oder Fahrradfahren, fast ausnahmslos sind die oberen, meist etwas vorstehenden Schneidezähne betroffen, wenn ein Unglück passiert. Selbst beim Schwimmenlernen kommt es zu Zahnverlusten, weil Kinder versuchen, sich am Beckenrand festzuhalten und abrutschen.

Betroffen sind immer die Milchfrontzähne sie sind es auch, die von der dauer Nuckelflasche und ihrem süßen Inhalt zerstört werden. Welche Ursache die große Zahnlücke auch hat, heute muß kein Kind jahrelang darunter leiden: Ein "Lückenhalter" aus einer kleinen Gaumenplatte und künstlichen Zähnchen lässt den Nachwuchs wieder hübsch aussehen, gibt ihm ein Selbstvertrauen und ein strahlend- unbeschwertes Kinderlachen zurück.

"Ersatzzähne" für Kids sind vom 4.Labensjhr an möglich. Sie können bis zum Durchbruch der bleibenden Frontzähne - also etwa bis zum alter von sechs Jahren getragen werden. Lückenhalter für die Frontzähne halten den Platz für die bleibenden Schneidezähne, verhindern das Einlagern der Zunge in die Lücke, vermeiden Sprechfehler und schützen vor einem "offenen Biss" beim Zahnwechsel im sechsten Lebensjahr.
Daumenlutscher sind süß die Folgen aber bitter
Ob Daumen, Nuckel oder Sauger, alle Fremdkörper, die über eine längere Zeit zwischen den Zahnreihen liegen, führen zu Kieferanomalien. In der Regel übertragen sie sich vom Milch- auch noch auf das bleibende Gebiß. Wie schlimm eine Fehlstellung wird, hängt insbesondere von der Dauer, aber auch von der Art des Lutschkörpers und von der Lage der Kiefer zueinander ab.
Offener Biß
Kreuzbiß
Vorstehende Zähne
Schmaler Kiefer
Kieferrücklage
Zahn- und Kieferanomalien werden meist durch Angewohnheiten verursacht, die aus der Baby-Zeit stammen und eigentlich bis zum 3. Lebensalter abgestellt sein sollten. Nur in Ausnahmefällen spielen seelische Störungen eine Rolle. Lutscht ein Kind z.B. über das 6. Lebensalter hinaus, helfen weder heftige Worte noch heftige Taten. Dann ist ein Kinderpsychologe gefragt.

Obwohl Zähne und Kiefer ganz schon stark und kurzfristig einem Kaudruck von 30 bis 40 Kilo gewachsen sind, nehmen sie einen Lutschkörper, der mit weitaus geringeren Kräften im Mund liegt, sehr übel: Der belastet nämlich über viele Stunden das Kauorgan. Das heißt: die Zeit spielt eine wichtige Rolle.
Zunge, Lippen und Atmung
Falsches Schlucken, fehlerhaftes Sprechen ( Lispeln ), das Beißen der Unterlippe oder auch die Angewohnheit, durch den Mund zu Atmen, tragen zur Bildung von Zahn- und Kieferfehlstellung bei.

Zu langes Flaschentrinken führt zur Zungenfehllage und zu "schiefen" Zähnen.Werden solche Fehlfunktionen und ihre Folgen nicht früh genug behandelt, übertragen sich die Auswirkungen auch auf das bleibende Gebiß. Die Ursache für falsches (infantiles) Schlucken liegt in der Säuglingszeit. Durch zu langes Flaschentrinken bleibt diese Fehlfunktion erhalten.

Ein Mensch schluckt auch ohne Nahrungsaufnahme 600 bis 1000 mal täglich. Dabei legt sich die Zunge, die sonst hinter den Zähnen liegt, zwischen die Zahnreihe. Das gleiche passiert bei einer fehlerhaften Aussprache.
Weitere Informationen:
Auch wenn statt durch die Nase durch den Mund geatmet wird, hat das Folgen: ein zu schmaler Oberkiefer oder eine Frontzahnstufe. Beides wird dann noch durch das Beißen auf die Unterlippe verstärkt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung.